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Ratgeber aus dem Revier

Entrümpelung: Kosten 2026 und Sperrmüll im Ruhrgebiet

Was eine Entrümpelung kostet: Preise pro Quadratmeter und Kubikmeter, Pauschalen für Wohnung, Keller und Haus, dazu die Sperrmüll-Regeln in sechs Revierstädten.

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Auf einen Blick

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Wohnungsauflösung kostet laut Marktübersichten 500 bis 3.000 Euro, ein Einfamilienhaus mit rund 120 Quadratmetern 2.000 bis 3.000 Euro.
  • Pro Quadratmeter Wohnfläche liegen die Spannen bei 20 bis 50 Euro für eine normal möblierte Wohnung und bei bis zu 150 Euro für eine Messie-Wohnung.
  • Sperrmüll holen Essen, Gelsenkirchen und Duisburg kostenlos ab, Bochum einmal im Jahr kostenlos. Dortmund nimmt 20 Euro, Herne 25 Euro.
  • Absetzbar sind nur Arbeitskosten im eigenen Haushalt, mit 20 Prozent und höchstens 4.000 Euro im Jahr. Die Haushaltsauflösung ist nicht begünstigt.

Alle Preise sind Orientierungswerte aus Anbieter- und Portalseiten, keine amtliche Erhebung. Realistisch und verbindlich ist nur ein Festpreis nach Besichtigung.

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Was eine Entrümpelung kostet

Die Kosten einer Entrümpelung hängen vor allem an der Menge: wie viel Hausrat in den Räumen steht und wie viel davon zu entsorgen ist. Dazu kommen Wohnungsgröße, Zugänglichkeit und Abfallart. Für eine Wohnung nennen Portale Pauschalen zwischen 500 und 3.000 Euro.

Die Tabelle stellt zwei Marktübersichten nebeneinander, die Anbieterpreise zusammenfassen. Sie sind keine amtliche Erhebung, und die Werte variieren deutlich. Genau das zeigt, wie unterschiedlich Betriebe kalkulieren.

Pauschalen bei durchschnittlicher Möblierung. clean-invoice.com fasst 1 bis 2 Zimmer und ab 3 Zimmern zusammen. Stand: Januar und Februar 2026.
Objektsanier.de, Euroclean-invoice.com, Euro
1-Zimmer-Wohnung500 bis 800500 bis 1.500
2-Zimmer-Wohnung600 bis 1.500500 bis 1.500
3-Zimmer-Wohnung800 bis 1.7001.000 bis 3.000
4-Zimmer-Wohnung1.000 bis 2.0001.000 bis 3.000
Einfamilienhaus, ca. 120 m²2.000 bis 3.000keine Angabe
Keller700 bis 1.000 (20 m²)200 bis 800
Dachboden500 bis 2.000 (25 m²)300 bis 1.000
Messie-Wohnungdoppelt oder mehr2.000 bis 8.000

Preise pro Quadratmeter und pro Kubikmeter

Für den ersten Richtpreis rechnen viele Betriebe mit Euro pro Quadratmeter Wohnfläche und dem Füllgrad. Wer eine normal möblierte Wohnung mit 70 Quadratmetern entrümpeln lässt, kommt bei 30 bis 50 Euro je Quadratmeter auf 2.100 bis 3.500 Euro.

Seltener wird nach Volumen abgerechnet: Eine Marktübersicht nennt 35 bis 150 Euro pro Kubikmeter. Ein Kostenrechner setzt bei normalem Füllgrad einen halben Kubikmeter Abfall je Quadratmeter an, die 70-Quadratmeter-Wohnung ergibt also rund 35 Kubikmeter.

Nach Stunden zahlen Sie 30 bis 50 Euro netto oder 40 bis 60 Euro je Arbeitskraft. Ein Sperrmüll-Container mit 5 Kubikmetern kostet 150 bis 400 Euro, je nach Quelle.

Euro je Quadratmeter Wohnfläche, Bundesdurchschnitt laut Anbieterangaben. meister-job.de bezieht sich auf ganze Häuser.
FüllgradRechner-Portal, Euro/m²meister-job.de (Haus), Euro/m²clean-invoice.com, Euro/m²
leicht möbliert20 bis 3010 bis 2020
normal möbliert30 bis 5020 bis 35keine Angabe
stark gefüllt50 bis 8035 bis 5540 bis 50
Messie-Wohnung80 bis 150keine Angabe60 bis 100

Was den Preis treibt

Neben der Menge entscheiden diese Kostenfaktoren. Sprechen Sie sie bei der Besichtigung an, denn sie erklären die meisten Unterschiede zwischen zwei Angeboten.

  • Etage ohne Aufzug: Eine Übersicht rechnet 5 bis 10 Prozent Aufschlag je Etage, ein Kostenrechner bis zu 30 Prozent im dritten Obergeschoss.
  • Zugänglichkeit und Laufwege: Jeder Meter zum Fahrzeug kostet Arbeitszeit.
  • Halteverbotszone: In Innenstädten ist ohne temporäres Parkverbot oft kaum Platz für Lkw oder Container. Manche Betriebe übernehmen den Antrag.
  • Sondermüll: Farben, Lacke oder Altöl brauchen eine fachgerechte Entsorgung. Ein Kostenrechner setzt dafür 150 bis 400 Euro Pauschale an.
  • Zusatzleistungen wie Küchenabbau oder besenreine Übergabe kosten extra.
  • Wertanrechnung: Verwertbares senkt den Preis nach einer Übersicht um 10 bis 30 Prozent. Bei vielen gut erhaltenen Möbeln kann die Räumung sogar kostenlos sein.

Sperrmüll im Ruhrgebiet: was Sie selbst loswerden

Was Sie selbst über den kommunalen Sperrmüll entsorgen, muss kein Betrieb bezahlt abtransportieren. Die Regeln unterscheiden sich von Stadt zu Stadt deutlich.

Für Privathaushalte, nach Terminvereinbarung. Abgerufen am 9. Oktober 2026; Dortmund: Abholung Stand Januar 2025, Recyclinghof Stand Januar 2024.
Stadt, EntsorgerAbholung SperrmüllMenge je AbholungSelbst anliefern
Essen, EBEkostenlosca. 1 m³, max. 2 Elektrogroßgerätekeine Angabe
Dortmund, EDG20 EuroMöbel eines Zimmers5 Euro (0,5 m³) bis 40 Euro (4 m³)
Bochum, USBeinmal im Jahr kostenloskeine Angabekostenlos, an drei Höfen bis 2 m³
Gelsenkirchen, Gelsendienstekostenloskeine Angabebis 1 m³ kostenlos
Duisburg, WBDkostenloskeine Angabekeine Angabe
Herne, entsorgung herne25 Euroetwa eine Vier-Zimmer-Wohnung6 Euro (1 m³), 12 Euro (2 m³)

Elektrogeräte, Wartezeiten und Grenzen

Elektrogeräte laufen getrennt. In Herne werden Elektrogroßgeräte kostenlos abgeholt, Kleingeräte nimmt der Wertstoffhof kostenlos an. In Bochum geben Sie bis zu fünf Altgeräte je Wertstoffhof ab, in Dortmund bis zu fünf Großgeräte gebührenfrei am Recyclinghof.

Türen, Fenster und Tapeten sind kein Sperrmüll; EBE, EDG und die Wirtschaftsbetriebe Duisburg lehnen sie ab. In Essen, Dortmund, Duisburg und Gelsenkirchen muss alles am Straßenrand stehen. Wer nicht selbst tragen kann, zahlt in Duisburg 50 Euro je angefangene halbe Stunde, in Dortmund ab 80 Euro.

Planen Sie Zeit ein: Der USB Bochum nannte rund vier Wochen Wartezeit, Duisburg holt meist binnen 14 Tagen ab. Der Sperrmüll-Express in Essen kostet 59,50 Euro.

Wann sich ein Fachbetrieb lohnt

Die kommunale Abfuhr ist für einzelne Zimmer gedacht: In Essen gilt ein Kubikmeter je Termin, in Dortmund die Einrichtung eines Zimmers. Eine ganze Wohnung mit 35 Kubikmetern bekommen Sie so nur mit vielen Terminen weg.

Einen Betrieb zu beauftragen lohnt sich, wenn ein ganzer Haushalt geräumt werden muss, eine Frist drückt oder niemand tragen kann. Stirbt ein Mieter und tritt niemand sonst in den Vertrag ein, können Erben und Vermieter innerhalb eines Monats außerordentlich kündigen.

Effizient ist die Kombination: einzelne Möbel selbst anmelden, Brauchbares verschenken, den Rest räumen lassen. Das senkt das Volumen, nach dem der Betrieb rechnet.

Worauf Sie beim Angebot achten

Seriöse Anbieter besichtigen vor Ort, meist kostenlos, und kalkulieren erst dann. Nennt ein Betrieb ohne Besichtigung einen Preis, ist Vorsicht geboten. Prüfen Sie im Angebot:

  • Festpreis statt Stundensatz, mit Tragen, Transport, Container und Entsorgungsgebühren.
  • Besenreine Übergabe, wenn die Wohnung danach an Vermieter oder Käufer geht.
  • Entsorgungsnachweis über die fachgerechte Entsorgung.
  • Haftpflichtversicherung, falls beim Tragen das Treppenhaus beschädigt wird.
  • Wertanrechnung und Sondermüll als eigene Positionen.
  • Arbeits- und Entsorgungskosten getrennt auf der Rechnung, wegen der Steuer.

Was Sie von der Steuer absetzen können

Paragraf 35a EStG ermäßigt die Einkommensteuer für haushaltsnahe Dienstleistungen um 20 Prozent der Aufwendungen, höchstens um 4.000 Euro im Jahr, für alle solchen Dienstleistungen zusammen. Begünstigt sind nur Arbeitskosten samt Fahrt- und Maschinenkosten, mit Rechnung und Überweisung auf das Konto des Betriebs.

Die Leistung muss im eigenen Haushalt erbracht werden. Räumt ein Betrieb Ihren Keller oder Dachboden, kann der Arbeitsanteil begünstigt sein. Entsorgung zählt nach dem Anwendungsschreiben des Bundesfinanzministeriums nur als Nebenleistung. Haushaltsauflösung und Sperrmüllabfuhr stehen dort ausdrücklich bei den nicht begünstigten Leistungen.

Für die Wohnung verstorbener Eltern hilft Paragraf 35a deshalb in der Regel nicht. Einzelfälle klären Sie mit einer Steuerberatung.

Was diese Zahlen sind und was nicht

Die Preise sind eine bundesweite Marktübersicht aus Portal- und Anbieterseiten, keine amtliche Erhebung. Die Sperrmüll-Regeln stammen von den kommunalen Entsorgern und können sich ändern. Der Steuerteil ersetzt keine Beratung. Stand: 9. Oktober 2026.

Betriebe für Entrümpelung und Haushaltsauflösung in Ihrer Stadt finden Sie im Ruhrverzeichnis in der Branche Entrümpelung.

Häufige Fragen

Wer übernimmt die Kosten für eine Entrümpelung?

Wer den Auftrag gibt, zahlt. Bei einem Nachlass sind das die Erben: Sie haften nach Paragraf 1967 BGB für die Nachlassverbindlichkeiten. Der Mietvertrag geht nach Paragraf 564 BGB auf sie über, wenn niemand sonst eintritt, und mit ihm die Pflicht, die Wohnung zurückzugeben.

Wie hoch sind die Kosten für die Räumung einer Wohnung nach einem Todesfall?

Für eine Wohnung nennen Marktübersichten 500 bis 3.000 Euro. Für normal möblierte Häuser mit 100 bis 150 Quadratmetern ergab eine Auswertung von 90 Aufträgen im Schnitt 2.891 Euro. Eine Wertanrechnung gut erhaltener Möbel senkt den Preis.

Was ist der Unterschied zwischen einer Haushaltsauflösung und einer Entrümpelung?

Bei der Haushaltsauflösung wird ein ganzer Haushalt aufgegeben, am Ende ist die Wohnung leer. Eine Entrümpelung kann auch nur Keller oder Dachboden betreffen. Steuerlich ist die Haushaltsauflösung nicht begünstigt.

Sind Entrümpelungskosten steuerlich absetzbar?

Nur teilweise. Nach Paragraf 35a EStG zählen die Arbeitskosten einer Dienstleistung im eigenen Haushalt, mit 20 Prozent und höchstens 4.000 Euro Steuerermäßigung im Jahr. Entsorgungskosten zählen nur als Nebenleistung.

Was kostet eine Entrümpelung pro Kubikmeter?

Etwa 35 bis 150 Euro pro Kubikmeter bei privaten Firmen, so eine Marktübersicht. Eine normal möblierte Wohnung ergibt rechnerisch einen halben Kubikmeter Abfall je Quadratmeter, eine Messie-Wohnung 1,2 Kubikmeter.

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Quellen

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